Ja - man lebt immer schneller und hektischer. Irgendwie zieht das Leben an einem vorbei ohne dass man merkt was man davon hat. In den letzten zwei Tagen war ich an der Uni arbeiten und vom Resttag hatte ich nicht wirklich viel. Sonntag habe ich am Entwurf gesessen und war in der Welt des Internets (die ist ja sowieso rasend schnell) unterwegs und Samstag? Das weiß ich schon garnicht mehr.
Es geht alles nur noch rasend schnell. Auch eine Zunahme funktioniert rasend schnell. Kaum hast du dich nicht unter Kontrolle - Zack hast du alles wieder drauf. Fehltritte kann man sich nicht mehrere Tage am Stück erlauben. Höchstens Mal einen - aber dann auch nicht einen in der Woche, sondern einen im Monat wenn überhaupt.
Ich überlege ob es in meiner jetzigen Lage überhaupt Sinn macht abzunehmen?
Ich sitze manchmal stundenlang am PC, bekomme es kaum auf die Reihe meinen Haushalt zu schmeißen, da ich soviel für den Entwurf und für die Arbeit mache - irgendwo muss das Geld ja herkommen. Zudem suche ich parallel immer Jobs bei denen ich mich nach dem Studium bewerben könnte. Wenn ich Abends/Nachmittags nachhause komme lasse ich mich von Facebook, meinem Email-Konto und anderen Blogs soweit eingarnen, dass ich zu "Wesentlichen" Dingen garnicht komme.
Bei mir passiert die Abnahme nur situationsabhängig. An Tagen an denen ich lediglich zeichne / bzw. Modell baue und zuhause bin, klappt es ganz gut. An Tagen an denen ich zusätzlich in die Arbeit gehe, wird es etwas schwieriger. Je mehr Dinge ich in einem Tag gestopft habe, desto schlimmer wird der Tag für die Abnahme. Das habe ich gestern gemerkt - vor allem, je mehr ich herumreise. Wenn ich zuhause bin und viele Dinge erledige oder an einem anderen Ort und da viele Dinge erledige, desto besser klappt das, wenn ich aber an vielen verschiedenen Orten viele Dinge erledige - dann geht alles schief.
Die letzte Woche bestand nur aus einem einzigen Hin- und Her...
1. Modellbauen (bei mir zuhause)
2. Abends bei Schatzi geschlafen (weil wir dachten seine Mama hat uns eingeplant beim Kochen, aber das Essen wurde dann für Montag gemacht) - es gab dann was schnelles aus der Pfanne (Leberkäs und Spiegelei - sehr förderlich, aber ich (und Schatzi) hatten Hunger)
3. Mit Schatz aufgestanden (7:00 Uhr) und zu mir gegangen um zu zeichnen
4. (gezeichnet, Modell gebaut, bei Facebook rumgesurft, Schreibtisch auseinander gebaut, Tasche fürs Drachenboot gepackt etc. - es sollte dann zum Drachenboot gehen, aber wir hatten beide keine Motivation, noch soviel zu tun und überhaupt keine Lust mit der ganzen Ausrüstung eine Stunde hin (mit Bus und Bahn) und eine Stunde zurück zu fahren... hätten wir ein Auto wäre es was anderes und man plant keine 3-4 Stunden dafür ein (16:20-21:00 oder später je nachdem wie die Bahnen fahren)
5. nach dem Tasche auspacken bin ich dann zu meinem Freund, da ja dort gekocht wurde
6. da hat er erstmal an etwas gearbeitet und ich half ihm zuerst und saß dann im Zimmer und wartete (hatte ja nichts für die Uni mit) - haben dann spät gegessen und sind dann nach nem Film um 1:00 Uhr ins Bett
7. bin aufgestanden um dann zur Arbeit an die Uni zu gehen
8. war dort den ganzen Tag (hab da auch in der Kantine gegessen (schweres Essen... man fühlt sich oft unwohl danach) und der ganze Arbeitstag war irgendwie stressig
9. Bin dann zu mir (um dann wieder vor dem Laptop zu kriechen und alles Email-Technische, Facebooktechnische, Blog-Les-Technische zu erledigen)
10. Dann wieder zu meinem Freund (mit Modell, Arbeitssachen und Unisachen), da seine Mama (heute morgen) zur Kur fährt und wir uns verabschieden wollten
11. Auf dem Weg haben mich die Herren des Hauses mit dem Hund abgefangen und wir sind noch spazieren gegangen
12. Da auch den ganzen Abend vor der Glotze verbracht, wieder mit dem Gefühl nichts mit dem Tag angefangen zu haben (stressige Arbeit / blöder Internet-Sucht-Stress und dann DVDs)
13. Morgens aufgestanden, damit wir seine Mama verabschieden konnten - sind ne Stunde später gefahren als gedacht, in der Zeit hätte ich duschen können und wäre pünkltich zur Arbeit gekommen, aber es wurde gesagt sie fahren gegen 8 Uhr... um 9 Uhr waren sie immer noch da - alle in Hektik und Aufbruchstimmung
14. Dann bin ich vor der Master-Betreuung nicht vorher arbeiten gegangen (hab also meine Stunden an das Ende des Tages gelegt) und direkt mit Modell und so zur Betreuung
15. Nach der Betreuung sofort arbeiten
16. Dann zu mir nachhause und wieder vor den Laptop
17. Gleich geht es mit meinen Freund Essen, wenn er von seinen ganzen Kram wiederkommt (er ist heute mittlerweile 3x in die Uni gefahren) - er fährt auch seit Tagen nur noch hin und her, von der Arbeit zu ihm nachhause, zur Uni, zu seinem Ehrenamt etc.
18. Dann schlafen wir heute bei meinem Freund, damit er nicht seine Sachen für die Arbeit (Anzug, Aktentasche etc.) noch mit zu mir nehmen muss - außerdem muss er heute bei sich die Mülleimer raussetzen, nen Weg führt da so oder so vorbei - deswegen sparen wir uns den Zwischenschritt und schlafen nochmal da
19. Und morgen früh gehts dann, wenn mein Freund zur Arbeit geht, wieder zu mir und ich hoffe, ich bleib da ne Weile...
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Man sieht, ich habe da weder Einkäufe noch sonstiges drin, aber mir kommt das wie ein riesiges Hin- und Her vor. Für manche sieht es vielleicht auch garnicht soviel aus und es ist bei einigen bestimmt auch ähnlich (Einkäufe kommen bei mir noch hinzu) aber mich schlaucht das enorm!
Ich laufe mittlerweile jeden Tag 30 min zu Fuß zur Uni / Arbeit und 30-40 min wieder zurück. Dazu der Weg 20 min zu meinem Freund ... ansonsten sitze ich nur blöd in der Gegend rum (außer an dem Tag an dem ich Modell gebaut habe und an dem Tag an dem ich den einen Schreibtisch auseinander geschraubt habe.
Ich fühle mich extrem rastlos. Selbst jetzt, wo ich vor dem PC sitze.
Ich kann folgende Probleme feststellen:
a) Ich komme nicht zur Ruhe - jeden Tag hin- und her. Mal bei meinem Freund, mal bei mir übernachten (auch wenn die letzten Tage eher nur bei meinem Freund waren)
b) Irgendwie habe ich kein richtiges Zuhause. Ich bin weder hier bei mir zuhause, da ich die Hälfte der Woche bei meinem Freund bin, noch bei ihm zuhause. Meine "Besitztümer" befinden sich zwar alle hier, aber in der Zeit in der ich hier bin, schaffe ich es gerade mal meinen Unikram (und das ist viel) zu erledigen, Sachen für die Arbeit zu erledigen, mich zu bewerben (und da sind bisher auch erst 3 Bewerbungen draußen) und doofe Zeit vor dem Internet zu verbringen - Haushalt, Sport und Erholung funktioniert weder hier, noch bei meinem Freund zuhause richtig
c) Ich gehe zu oft um "abzuschalten" ins Internet (Facebook, Emails (um jede Mail von der Arbeit zu lesen, damit ich weiß, was ich in der Arbeit alles als nächstes tun muss), Blogs, Foren) und das dauert oft sehr lange
d) Ich gehe oft sehr spät ins Bett und stehe früh auf (auch wenn 23 Uhr ins Bett und 8 Uhr aufstehen eigentlich lange ist, aber ich komme nicht dazu mal "richtig lange" auszuschlafen
e) ich bin ausgelaugt... selbst das Drachenboottraining ist für mich eine Tortour (wer nimmt schon 4 Stunden Fahrt auf sich bei einem Training bei dem man hinterher eh denkt: Ich war die Schlechteste und hab alle nur gebremst)
f) Ernährung spielt eine sehr untergeordnete Rolle. An Tagen an dem ich "entstresst" bin funktioniert die Ernährung, ich kriege Lust zu kochen und finde auch Zeit das Kochen unterzubringen - an "stressigen" Tagen reiß ich mir ne Packung Kekse und vertilge die...
g) durch meinen nicht wirklichen festen Wohnsitz habe ich hier wenig gesunde Zutaten bzw. kann im Voraus überhaupt nicht planen - ich gehe spontan mit zum Mensaessen mit Arbeitskollegen, Abends gibt es Sachen bei meinem Freund (seine Mama kocht Abends) und wenn wir bei mir sind dann lassen wir oftmals "liefern" - es sei denn ich habe gekocht, aber wie oft habe ich schon umgeschmissen, wenn ich keine Motivation mehr hatte (und ich mich vom Freund und von meinem Schweinehund überreden lassen hab, dass Lieferservice doch angenehmer für den Abend ist - er kommt schließlich auch oftmals erst um 10 Uhr zu mir - führt nen zu vollen Terminplan)
h) Solange ich noch an der Masterthesis sitze denke ich, dass mein Abnehmvorhaben nicht fruchten wird - zumal ich soviele Baustellen parallel laufen habe:
- Masterthesis / guter Abschluss
- Hin- und Herpendelei zwischen meinem und Freunds zuhause
- meine Bewerbungen
- mein Haushalt / Einkäufe / Wäsche / Kaninchen
- meine Arbeit (ich muss das ja auch finanziell gestemmt kriegen)
... meine Familie hat zum Beispiel momentan kaum Platz, auch mein Freund sehe ich eigentlich nur Abends zum DVD gucken und morgens kurz bevor wir das Haus verlassen
Wo sehe ich Handlungsbedarf?
- Ich sollte Social Networks weglassen und Internetfreie Zeiten nach der Arbeit / der Uni anberaumen
Ich denke meine Tage sind zu überfüllt, zu unstrukturiert, zu planlos, als dass ich wirklich noch ein Ernährungs- und Sportschema reinpressen kann. Wenn noch ein Baustein (bzw. zwei Bausteine) dazu kommen, sehe ich mich in der Gefahr ein Burnout zu bekommen.
Erst wenn ich Struktur drin habe (z.B. bei einem Job - jeden Tag um diesselbe Zeit aufstehen etc. oder feste Tage bei denen ich bei mir / bei meinem Freund bin ohne dass externe Faktoren (und die gibt es seit 4 Jahren wöchentlich) den Zeitplan stark beeinflussen) dann kann ich langsam den Baustein Ernährung und den Baustein Sport mit einbinden.
Ich werde das Abnehmen nicht seinlassen. Aber ich denke ich werde es anders angehen müssen. Ich setze mich zu sehr unter Druck und dadruch dass ich unter Druck abnehmen will (das klappt bei meinen Entwürfen ganz gut - aber bei der Abnahme führt das eher ins Gegenteil) funktioniert das alles nicht.
Meine Abnahme von 2004 hat schließlich auch nur durch System geklappt:
- jeden Tag 60 min Crosstrainern (also vermehrte Bewegung)
- jedes Wochenende etwas unternommen (mittlerweile lerne ich ja praktisch nur, meine Wochenenden funktionieren genauso wie meine Woche) oder auch Auszeit gehabt
- 5 Tage Woche (Mo-Fr Ausbildung)
Ein System krieg ich momentan überhaupt nicht rein. Seit 2 Jahren nicht. Seit 2 Jahren versuche ich abzunehmen. Kalorienzählen funktioniert... aber auch nur wenn man wirklich bei 80% bleibt und sich genügend bewegt... nicht wenn man 3x die Woche konsequent 80% isst und den Rest der Woche bei über 100% des Kalorienbedarfs liegt und auch nicht wenn man alle 6 Wochen 1x Sport macht.
Hmpf!
Ich muss irgendwie zur Ruhe kommen - wie nur?
Hallo Chue! Was du schriebst, kenne ich. Mir ging es genauso in der Schlussphase Studium. Und im Grunde stecke ich immer noch in diesem Hamsterrad. Ein Rezept habe ich nicht. Ich habe einfach die Augen zu gemacht und durch.
AntwortenLöschenGuck das du da gut durchkommst. Mach dir keinen Stress, weil du manche Sachen nicht schaffst. Der Abschluss geht im Moment vor. Und nimm dir Zeit für dich. Du hast es bald geschafft!
Hey Kosmokatze,
Löschendas ist nen fieses Gefühl, was da einen überkommt. Ich hoffe die Zeit geht echt schnell um (und ich schaff es dennoch Entwurf und Thesis unter einen Hut mit meinem Job und meinen Alltag zu bekommen) - heute ist auch direkt eine weitere Bewerbung raus (ich glaube ich mache mir auch Sorgen, dass ich nachher keinen nahtlosen Übergang habe und somit Finanzengpässe)
Heute war ein etwas entspannterer Tag.
Ich bin mir sicher, dass du es schaffen wirst! Bist doch ein Bergisches Mädel !!!! ;)
LöschenIch fand die Jobsuche auch ganz schlimm. Dich jetzt schon umzusehen ist bestimmt nicht verkehrt. Aber selbst wenn du nicht direkt etwas findest, wird die Welt nicht untergehen. Es wird schwieriger, aber es geht trotzdem weiter.
Du schaffst das!!!!!!
LG Kosmo
Hallo,
AntwortenLöschenVor kurzem haben wir die Website Rezeptefinden.de eingeführt, auf der unsere Nutzer Hunderttausende von Rezepten aus deutschsprachigen Websites für Ernährung und Food-Blogs durchsuchen können.
Uns ist aufgefallen, dass Sie ganz viele leckere Rezepte auf Ihrem Blog (site URL) haben. Wir empfehlen Ihnen daher, einen Blick auf unsere Liste der Top Food-Blogs zu werfen: http://www.rezeptefinden.de/top-food-blogs
Wenn Sie Ihren Blog der Liste hinzufügen möchten und Ihre Rezepte in das Verzeichnis von Rezeptefinden.de aufgenommen werden sollen, müssen Sie nur die Anweisungen unter diesem Link befolgen: http://www.rezeptefinden.de/top-food-blogs-hinzufügen
Das Konzept von Rezeptefinden.de existiert bereits in Schweden, Dänemark, Norwegen und den Vereinigten Staaten in der jeweiligen Sprache. Dank uns greifen täglich Tausende von Interessenten auf die verschiedenen Blogs zu. Einige davon erreichen sogar wöchentliche Zahlen von über 20 000 Besuchern.
Mit freundlichen Grüßen,
Ann-Sofi
Rezeptefinden.de, TodaReceta.es, RecipesUS.com, Hittarecept.se,
Findeopskrifter.dk, Alleoppskrifter.no
Hallo Ann-Sofi,
Löschenleider bin ich da nicht die richtige Ansprechpartnerin, da es in meinem Blog nur sekundär um Rezepte geht. Es geht hauptsächlich um meine Abnahme und meinen Alltag. Aber der Blog ist sehr schön aufgebaut, ich werd mal ab und an reingucken.